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EXPLOSIONSSCHUTZ - Grundlagen & Begriffe

ATEX

ATEX steht als Synonym für die ATEX-Leitlinien der EU. Das Wort ATEX setzt sich zusammen aus der französischen Bezeichnung ATmosphère EXplosibles

EX Leuchten

ATEX bzw. EX Leuchten sind Betriebsmittel welche für Bereiche der Gas-EX- und Staub-EX Zonen entsprechend der ATEX Richtlinie 2014/35/EU zugelassen sind. Für welche ATEX Bereiche das jeweilige Betriebsmittel eingesetzt werden kann ergibt sich aus der ATEX Kennzeichnung welche i.d.R. auf dem Betriebsmittel angebracht ist.

Gruppeneinteilung

Gruppe I: Bergbau unter Tage, M1 Betrieb bei Ex-Gefahr / M2 Abschaltung bei Ex-Gefahr.
Gruppe II: übrige Industrie wie z.B. Chemie, Mühlen

IP-Schutzarten

Kennziffer 1 - Schutz gegen Fremdkörper   Kennziffer 2 - Schutz gegen Wasser
0 kein Schutz   0 kein Schutz
1 Schutz gegen feste Fremdkörper mit Ø > 50mm   1 Schutz gegen Tropfwasser
2 Schutz gegen feste Fremdkörper mit Ø > 12,5mm   2 Schutz gegen fallendes Tropfwasser (bis zu 15% Neigung des Betriebsmittels)
3 Schutz gegen feste Fremdkörper mit Ø > 2,5mm   3 Schutz gegen Sprühwasser (bis 60° zur Senkrechten)
4 Schutz gegen feste Fremdkörper mit Ø > 1mm   4 Schutz gegen Spritzwasser (aus jeglicher Richtung)
5 Schutz gegen Staub (in schädigender Menge)   5 Schutz gegen Strahlwasser (beliebiger Winkel)
6 Staubdicht   6 Schutz gegen starkes Strahlwasser
      7 Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen
      8 Wasserdicht

Temperaturklassen

EX-Bereiche in denen ex-geschützte Betriebsmittel betrieben werden, werden in sechs Temperaturklassen eingeteilt.
Die Temperaturklasse bezeichnet die max. zulässige Oberflächentemperatur, die bei +40° Umgebungstemperatur, an keiner Stelle und zu keinem Zeitpunkt an der Oberfläche des Betriebsmittel erreicht bzw. überschritten werden darf.

Klasse Gemisch-Temperaturbereiche   Zündtemperatur von brennbaren Stoffen wie z.B.
T1 > 450°C   Propangas 510°C
T2 > 300°C- ≤ 450°C   Acetylen 305°C
T3 > 200°C - ≤ 300°C   Diesel 220°C - 300°C / Benzin 220°C - 450°C
T4 > 135°C - ≤ 200°C   Diethylether 170°C
T5 > 100°C - ≤ 135°C    
T6 > 85°C - ≤ 100°C   Schwefelkohlenstoff 85°C

Die max. Oberflächentemperatur muss kleiner sein als die Zündtemperatur des Mediums, welches das ex-geschützte Betriebsmittel umgibt.

Zoneneinteilung Gas/Staub

 GAS Zonen
GAS Zone 0 / Kat. 1G Bereich in dem explosionsfähige Atmosphäre als Gemisch aus Luft und brennbaren Gasen, Dämpfen oder Nebeln ständig, über lange Zeiträume oder häufig vorhanden ist.
GAS Zone 1 / Kat. 2G Bereich, in dem sich bei Normalbetrieb gelegentlich eine explosionsfähige Atmosphäre als Gemisch aus Luft und brennbaren Gasen, Dämpfen oder Nebeln bilden kann.
GAS Zone 2 / Kat. 3G Bereich, in dem bei Normaltbetrieb eine explosionsfähige Atmosphäre als Gemisch aus Luft und brennbaren Gasen, Dämpfen oder Nebeln normalerweise nicht oder aber nur kurzzeitig auftritt.
 
STAUB Zonen
STAUB Zone 20 / Kat. 1D Bereich in dem explosionsfähige Atmosphäre als Gemisch aus Luft und brennbaren Gasen, Dämpfen oder Nebeln ständig, über lange Zeiträume oder häufig vorhanden ist.
STAUB Zone 21 / Kat. 2D Bereich, in dem sich bei Normalbetrieb gelegentlich eine explosionsfähige Atmosphäre als Gemisch aus Luft und brennbaren Gasen, Dämpfen oder Nebeln bilden kann.
STAUB Zone 22 / Kat. 3D Bereich, in dem bei Normaltbetrieb eine explosionsfähige Atmosphäre als Gemisch aus Luft und brennbaren Gasen, Dämpfen oder Nebeln normalerweise nicht oder aber nur kurzzeitig auftritt.

Zündschutzarten

Elektrischer Explosionsschutz - Basisnorm Gas-Ex EN 60079-0
"d" = druckfeste Kapselung EN 60079-1
"p" = Überdruckkapselung EN 60079-2
"q" = Sandkapselung EN 60079-5
"o" = Ölkapselung EN 60079-6
"e" = erhöhte Sicherheit EN 60079-7
"i" = Eigensicherheit EN 60079-11
"o" = Ölkapselung EN 60079-5
"m" = Vergußkapselung EN 60079-18
 
Elektrischer Explosionsschutz - Basisnorm Staub-Ex EN 61241-0
"tD" = Schutz durch Gehäuse EN 61241-1
"pD" = Schutz durch Überdruck EN 61241-2
"iD" = Eigensicherheit EN 61241-11
"mD" = Vergußkapselung EN 61241-18

Zündpunkt

Der Zündpunkt beziffert die niedrigste Temperatur, bei der brennbare Stoffe (Dämpfe, Gase, Stäube etc.) im richtigen Mischungsverhältnis mit Luft zu brennen beginnen.

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